Also, wann hast du das letzte Mal jemandem von Herzen gegönnt? Neid ist eigentlich ganz normal, wie ein kleiner Kompass, der zeigt, was wir auch wollen. Aber Missgunst? Das ist die fiese Schwester, die dich vor allem auslaugt! Lass die negativen Vibes weg und feiere die Erfolge anderer. Gute Laune ansteckend! Gönn dir (und anderen) einen Keks!
Vorgestern saß ich mit einer Freundin beim Kaffee. Wir haben die Zeit genossen, ganz viel gelacht und gequatscht und sind irgendwann bei einer Frage hängengeblieben, die uns nicht mehr losgelassen hat: Warum fällt es vielen Menschen heute so schwer, anderen einfach mal was zu gönnen? Warum sind so viele Leute auf einmal so ätzend missgünstig?
Neid oder Missgunst? Ein kleiner, aber feiner Unterschied
Bevor wir schimpfen, müssen wir kurz unterscheiden. Denn Neid ist gar nicht immer das Problem.
- Neid ist menschlich. Neid sagt: „Boah, das hätte ich auch gerne.“ Er ist oft einfach erstmal nur ein Kompass, der uns zeigt, was wir uns selbst wünschen, egal ob das jetzt eine Reise, eine Fähigkeit, ein toller Charakterzug oder Disziplin beim Sport ist. Man gönnt es dem anderen das ja trotzdem von Herzen.
- Missgunst hingegen ist die ziemlich hässliche kleine Schwester des Neids. Sie sagt: „Ich will das, aber ich will vor allem nicht, dass du das hast.“
Bei Missgunst geht es nicht darum, selbst besser zu werden, sondern den anderen klein zu machen. Erfolg wird madig geredet, es wird gestichelt oder hintenrum gelacht und sich lustig gemacht.
Der „Kuchen-Irrtum“ in unseren Köpfen
Warum ist das so? Warum gönnt heute gefühlt keiner dem anderen mehr die Butter auf dem Brot? Ein Hauptgrund ist die sogenannte Nullsummenspiel-Mentalität.
Viele Menschen glauben unbewusst, dass Glück und Erfolg wie ein Kuchen sind: Wenn du ein großes Stück abbekommst, bleibt für mich weniger übrig.
Aber die Wahrheit ist: Das Leben ist definitv so gar kein Küchenschrank mit begrenzten Zutaten. Wenn es dir gut geht, nimmt mir das doch nichts weg. Ganz im Gegenteil:
Positive Energie ist total ansteckend!
Warum wir wieder lernen müssen, uns mitzufreuen
Wer ständig stichelt, schadet sich am Ende vor allem selbst. Missgunst ist nämlich verdammt anstrengend. Es kostet Kraft, ständig nach dem Haar in der Suppe der anderen zu suchen. Und ich glaube, unbewusst merkt man schon, wenn man sich schlecht benimmt und.. ich nenn es mal „schlechte Karmapunkte“ sammelt (sorry für die inflationäre Nutzung…) Einfach mal gönnen zu können, hat nämlich geniale Vorteile:
- Es hilft dir: Wer mit sich im Reinen ist, braucht den Misserfolg anderer nicht, um sich groß zu fühlen.
- Es verbessert deine Beziehungen: Echte Mitfreude ist der beste Kleber für tiefe (und ehrliche) Freundschaften. Die meisten merken nämlich, wenn man nur so tut, als ob.
- Es macht dich freundlicher und zufriedener: Menschen, die anderen ihren Erfolg lassen, strahlen eine ganz andere Souveränität und Wärme aus.
Das Glück der richtigen Menschen an deiner Seite
Während wir da so beim Kaffee saßen, ist mir aber eines ganz klar geworden: Ich bin verdammt froh über solche Freundinnen. Es ist ein riesiges Geschenk, Menschen im Leben zu haben, die sich ehrlich mitfreuen können und denen ich jeden Erfolg von Herzen gönne. Dass uns diese allgemeine Missgunst in der Gesellschaft so negativ auffällt, schweißt uns eigentlich nur noch mehr zusammen.
Denn Empathie verbindet genauso stark wie gemeinsame Werte. Wenn man jemanden hat, bei dem man seinen Erfolg teilen darf, ohne Angst vor dem „giftigen Unterton“ haben zu müssen, dann ist das ganz schön viel wahre Lebensqualität.
und jetzt?
Die Welt hat genug Kritiker, Nörgler und Neider. Was wir so wirklich brauchen, sind Menschen, die sich gegenseitig einfach mal anfeuern und Mut machen. Wenn wir anfangen, uns wieder ehrlich füreinander zu freuen, wird der Alltag für uns alle ein bisschen leichter und schöner oder?
In diesem Sinne: Gönn dir und gönn den anderen!
Eva
(die dir ein superentspanntes, schönes, sonniges, freies Osterwochenende wünscht und von Herzen gönnt)❤️





