Loslassen? Schön wär’s!

Loslassen? Schön wär’s!

Spoiler: Loslassen ist kein Spaziergang (und das ist okay!)

Hand aufs Herz: Wie oft hast du diesen Satz schon gehört? „Du musst jetzt einfach loslassen!“ Klingt soooo super, oder? Als müsstest du nur schnell den Rucksack abstellen, mal tief durchatmen und – zack – schwebst du federleicht dem Sonnenuntergang entgegen.

Schön wär’s. Sooooo schön.

Von wegen „saubere Sache“

In der Realität fühlt sich Loslassen meistens aber so überhaupt gar nicht nach Freiheit an. Eher nach einem furchtbar schlimmen Muskelkater im Herzen., wenn es in tausend Stücke bricht. Es reißt, es zieht dir den Hals zu wie verrückt und manchmal zitterst dudabei wie Espenlaub. Wenn du also gerade versuchst, einen Haken hinter etwas zu setzen, während deine Augen noch ganz furchtbar schlimm Pipi-Alarm haben:

Glückwunsch, du bist ganz normal. Du bist einfach bloß menschlich.

Mal ehrlich: Aushalten ist das neue Cool

Überall wird uns verkauft, dass Stärke bedeutet, Dinge einfach wegzulegen. Gefühle? Mein Gott, schalt sie halt aus. Lebensabschnitte? Abgehakt. Trauer? Bist du immer noch nicht drüber weg?

Aber wisst ihr, was echt mutig ist? Sich mal kurz hinzusetzen und zu sagen: „Oh Gott, das tut gerade so furchtbar schrecklich weh.“

Stärke ist nicht immer so ein Sprint nach vorne. Manchmal ist das auch einfach nur, dass, du stehen bleibst, ohne sich selbst dafür zu verurteilen, dass du nicht die Kraft dafür hast.

Halte dich mal lieber selbst fest

An ganz ganz vielen Tagen ist die Welt da draußen einfach viel zu schnell. Jeder will, dass du funktionierst, erklärst, normal verfügbar bist und bitteschön suuuuperschnell wieder strahlst. Und dich bloß nicht so saublöd anstellst.

Aber weißt du was? Vielleicht ist heute gar nicht der Tag, um dein Herz zuzupflastern mit Blümchenpflaster. Vielleicht ist heute einfach ein Tag, an dem du dich selbst mal ordentlich in den Arm nimmst. Ein bisschen Selbstliebe-Kuscheln statt anderer Leute Optimierungs-Stress.

Deine Heilung… die ist nämlich gar kein Wettrennen.

Und das Beste, was du tun kannst, ist, dich selbst ganz festzuhalten, bis das Zittern nachlässt. Und das ist dann echt schon ganz schön viel. Für heute sowieso.

Ich wünsche euch allen, die ihr gerade mit irgendeinem Herzschmerz, Kummer, Trauer oder irgendwas anderem Schlimmem struggelt, soooooooo viele liebe Menschen um euch, die euch auffangen. Ganz viel schöne Gedanken. Ganz viel Blumenduft, Selbstliebe und Geduld mit euch selbst. Alles wird gut. Aber niemand muss sich hetzen.

Passt auf euer Lächeln auf, es geht so leicht verloren.🖤

Eva

Eva

Hallo, ich bin Eva – Kopf, Herz und Hände hinter eva & fee.


Ursprünglich war der Blog als kleines Extra gedacht – als Begleiter zu meinem Shop, eigentlich nur als Blick hinter die Kulissen meiner Arbeit. Ein Ort für Geschichten aus dem Studio, Einblicke ins Töpferhandwerk, Tipps zur Dekoration mit handgemachter Keramik und kleine Styling-Ideen für Hochzeiten, Feste und Herzensmomente.

Aber wie das so ist mit Herzensdingen: Sie wachsen, wenn man sie lässt.

Mittlerweile ist on an appletree mehr als nur ein Werkstatt-Tagebuch. Hier gibt es Gedanken über den Alltag als small business owner, Erlebnisse mit Kund*innen, kleine Zwischenrufe aus der Kategorie Zwischentöne – für alles, was sich zwischen den Zeilen abspielt: zwischen Beruf und Berufung, zwischen Kreativität und Kapitalismus, zwischen Überforderung und Euphorie.

Ich habe den Blog einmal komplett auf Null gesetzt – damit er mehr Raum bekommt. Mehr Übersicht. Mehr Möglichkeiten, auch für euch, euch durchzuklicken, zu stöbern und zu entdecken und mehr Möglichkeiten, dass wir in Kontakt bleiben können.

Ob ihr hier seid, weil ihr euch für Kommunikation interessiert, für Alltagsthemen wie Empathie und Miteinander, für ehrliche Worte oder einfach fürs Leben zwischen Ton, Text und Tüll: Schön, dass ihr da seid.

Fühlt euch willkommen🖤 beim Lesen, Nachdenken, Lächeln, Mitfühlen, vielleicht auch manchmal Kopfschütteln. Ich freu mich auf eure Gedanken.

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