Nähe, die sofort weich (und mutig) macht
Hunde haben dieses unfassbar großartige Talent, sich einfach neben dich legen, als hätten sie eine geheimnisvolle Superagenten-Ausbildung zum emotionalen Ersthelfer abgeschlossen. Man kommt rein, ist fix und fertig mit sich und der Welt, denkt „Wow, heute war wieder ein Brett“ und der Hund : Okay, setz dich erstmal hin, ich übernehme ab hier. Er wirft dir einen Blick zu, ein minikleiner Stups, der eine möpt mich mit seiner Nase an, die andere klettert auf meinen Schoß (was gut so ist, umgekehrt wär umständlich mit 40 Kilo) und schon fühlt man sich wie eine zwar schrecklich lädierte, aber sehr, sehr geliebte Mülltüte im Wohlfühlmodus.

Das feine Gespür, wie integrierte WLAN-Antennen fürs Herz
Es ist so unglaublich erstaunlich, wie genau Hunde und Katzen (bestimmt auch viele andere, aber da hab ich keine Erfahrungswerte) merken, dass irgendwas in deinem System gerade so gar nicht gut ist. Sie beobachten, setzen sich näher, kucken nur und tun so, als hätten sie das alles schon hundertmal therapeutisch begleitet. Man selbst kämpft mit sich und der Welt und der Hund sitzt einfach nur da.
Ziemlich unfair, ehrlich gesagt, dass ein Wesen ohne Sprachkurs so viel besser tröstet als gefühlt 90 Prozent aller Menschen.
Treue, die manchmal fast romantisch wirkt, aber auf die beste Art
Hunde bleiben, egal wie traurig, chaotisch, verpeilt, müde oder zerzaust man gerade ist. Schlechter Tag? Alles gut. Tränen? Wird akzeptiert. Drei Stunden ungebürstetes Haar und ein Pulli voller Krümel? Der Hund findet’s total charming, gaaaaar kein Thema.
Und weil da niemand sitzt, der sagt „Jetzt reiß dich doch mal zusammen“, fühlt man sich plötzlich nicht mehr ganz so unzulänglich, sondern wieder ein bisschen mehr wie ein Mensch, der ganz okay ist, trotz allem, was komplett schiefgelaufen ist oder einen aus der Bahn wirft.

Kleine Schritte, die einen wieder zum Lächeln bringen
Manchmal will man einfach nur liegen und an die Decke starren, aber der Hund steht vor einem wie ein Motivationscoach in Fellform: Komm. Wir gehen. JETZT. Und dann geht man raus, atmet kalte Luft, läuft ein bisschen durchs Leben und merkt, dass die Welt gar nicht ganz so schief hängt, wie man dachte. Spätestens wenn der Hund draußen einen Grashalm ankuckt, als wäre er gerade beim ersten Date, muss man lachen und allein das macht den Kopf und das Herz schon heller. Das hilft bei so vielem.
Was Hunde wirklich retten
Hunde reparieren natürlich nicht alle Katastrophen, aber sie halten die Stellen im Herz warm, die sich gerade viel zu kalt und zu schmerzhaft anfühlen.
Sie geben uns das Gefühl, nicht komplett allein mit all dem Wirrwarr zu sein. Und genau deshalb retten sie so oft Herzen. Aber nicht mit großen Gesten, sondern mit einem Blick, einer Pfote oder einem kleinen Stupser. Und seien wir ehrlich: Ohne sie wären viele von uns schon längst in irgendeiner emotionalen Sackgasse geparkt.
Genauso wie Katzen
Und Katzen können das übrigens genauso gut wie meine Hunde, nur auf eine ganz leise, unglaublich zarte und süße Art. Meine kommt näher, schnuppert ganz vorsichtig an meinem Gesicht, drückt ihre Nase an meine und tippt mich mit dem Pfötchen an, als würde sie prüfen, ob ich noch da bin. Danach legt sie sich schnurrend auf meinen Schoß, so selbstverständlich, als wäre das ihr persönliches Reparaturprogramm. Und in solchen Momenten merkt man, dass nicht nur Hunde Herzen halten und ein kleines bisschen reparieren können, sondern auch Katzen. Nur eben mit Samtpfote.
Danke ihr Herzretter ❤️
Eva







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