„Vergleich dich nicht klein.“
Social Media zeigt dir, wie leicht alles sein könnte, wenn du nur noch diese drei Dinge änderst. Doch was bleibt, ist leiser Selbstzweifel. Ein ehrlicher Blog über den schleichenden Giftpfeil des Vergleichs, glatte Fassaden, echtes Selbstwertgefühl und die Rückkehr zu dir selbst.
Der Vergleich ist das Ende des Glücks.
Ein Gedanke von Kierkegaard und manchmal fühlt er sich an wie eine Diagnose.

Denn du scrollst durch Social Media und siehst einfach nur lachende Gesichter, perfekte,klare Haut, traumhaft dekorierte Wohnungen (alle 5 Monate alles neu, is klar), mühelosen Erfolg (NUR NOCH DIESE 3 Sachen ändern und dann kannst du das auch schaffen! Abonniere meinen Account und ich zeige dir, wie’s funktioniert!) und obwohl du vorher ganz zufrieden warst, beginnt plötzlich etwas in dir zu wackeln. Gar nicht sofort spürbar, aber so, dass du dich auf einmal permanent und vergiftet ernsthaft fragst, ob du vielleicht irgendetwas verpasst hast. Oder schlimmer: ob du einfach nicht genug bist. Nichtmal für dich selber.
Ich kenne dieses Gefühl. Und ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass viele dieser sogenannten Motivationsbeiträge keine Einladung zum Wachsen sind, sondern subtile Botschaften, die dich dazu bringen sollen, dich kleiner zu fühlen, damit sich jemand anderes größer fühlen kann.
Diese scheinbar perfekte Welt, in der jeder Sonnenaufgang ein Pinterest-Moment ist und jedes Business in drei Schritten zum Erfolg führt.
„Like meinen Beitrag und ich verrate dir 5 Tipps, wie du ab morgen…“
Du weißt schon.
Und ich denk mir jedes Mal:
Wie destruktiv kann bitteschön etwas sein, das sich als Motivation tarnt?
Motivation oder Manipulation?
Natürlich können Vergleiche motivierend sein. Wer kennt nicht dieses kleine, neugierige Kribbeln, wenn man jemanden sieht und denkt: Das will ich auch können! Das muss ich jetzt auch unbedingt so haben!
Vergleiche helfen Kindern, sich zu orientieren. Sie zeigen uns Unterschiede, sie geben Impulse. Und sie dürfen auch mal herausfordern.
Aber:
Vergleiche dürfen nie zur Währung von Selbstwert werden.

Sobald Vergleichen zur dauerhaften Selbstabwertung führt, wird aus dieser ganzen „netten“ Inspiration ein stilles Gift.
Und besonders auf Social Media wird dieser Punkt oft überschritten, ganz bewusst.
Denn viele dieser vermeintlich „motivierend“ gemeinten Inhalte wollen vor allem eins: sich selbst erhöhen, indem sie dich kleiner machen.
Sobald du hier nämlich das Gefühl bekommst, nur durch Anpassung oder Optimierung liebenswert, erfolgreich oder sichtbar zu sein , wird aus einer Chance dieses Gift. Eins, das sich halt zufällig oft als „Selfcare“, „Erfolgstipp“ oder „Manifestationstrick“ tarnt, aber letztlich nur dazu führt, dass du beginnst, an dir zu zweifeln.
Du SOLLST an dir zweifeln und du SOLLST diese Accounts genau aus diesen Selbstzweifeln und Unsicherheit heraus folgen. Um anderen Geld zu bringen. Das ist keine Motivation. Das ist die größtmögliche soziale Inkompetenz. Es ist Entwertung.

Ich habe aufgehört, glatt zu mögen.
Ich mag keine Menschen, die nur Hüllen sind, nur Außenwirkung haben wollen, die nur funktionieren, performen oder gefallen wollen. Ich spüre relativ schnell, wenn jemand zwar schön lächelt, aber innerlich leer ist und ich merke immer öfter, dass ich mich nur zu Menschen hingezogen fühle, die Tiefe haben. Ich mag Ecken. Ich mag Menschen, die etwas ausstrahlen, eine Geschichte, ein echtes Innenleben.
Das war eigentlich schon immer so, ich fand Blender schon immer schrecklich. aber je älter man wird, desto mehr wird einem bewusst, dass diese Merkmale nicht mehr nur ansatzweise verhandelbar sind.
Denn es sind nicht diese perfekt kuratierten Außenbilder, die mich beeindrucken, sondern Menschen, die in sich ruhen nd dabei nicht den Anspruch haben, andere zu beeindrucken. oder – und das ist eben das wichtigste: kleiner zu machen.
Vielleicht bin ich deshalb heute auch so müde geworden, was dieses ständige Vergleichen betrifft. Weil ich gelernt habe, dass Selbstwert nicht aus Likes entsteht und Persönlichkeit nicht in Stories gemessen wird.
Ich hab so viele dieser weichgespülten Perfektionsfassaden gesehen, ich bin einfach nur noch genervt davon
Denn leider ist es tatsächlich so: Die sind leer. Seelen- und inhaltslos
Ich glaube, viele dieser Inhalte entstehen aus einem Wunsch nach Kontrolle. Nach Macht. Nach dem Gefühl: Ich bin besser als du.
Eben , weil man sich dann selbst ein bisschen größer fühlt. Wie traurig.

Und doch… bleibt manchmal dieses leise Unwohlsein.
Gerade auf Plattformen, auf denen sich alles nur um Algorithmus und um Sichtbarkeit dreht, kommt irgendwann (relativ schnell und extrem genervt) der Moment, in dem du dir eingestehen musst, dass du nicht mithalten willst, selbst wenn du es könntest. Dass du dich vielleicht sogar bewusst dagegen entscheidest, weil du einfach keine Lust hast, dich zu verstellen.
Ich habe das für mich klargezogen. Ich vergleiche mich nicht mit Hochglanzprofilen oder Zahlenwerten. Und wenn doch mal ein Gedanke auftaucht wie „Warum klappt das bei der so leicht?“, dann versuche ich nicht, ihn wegzuschieben, sondern frage mich ehrlich: Was hat das jetzt mit mir zu tun? Wo bin ich gerade unsicher? Was wünsche ich mir vielleicht und was davon ist echt? Und was davon möchte ich wirklich haben oder umsetzen, weil es wichtig für mich ist?
Das ist mir gerade heute wieder bewusst geworden:
Bei sich ankommen: Kein Ziel, sondern ein Zustand
Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich sagen kann:
Ich bin bei mir.
Natürlich regt mich noch vieles auf.
Aber ich lasse mich nicht mehr zerreißen davon.
Ich hinterfrage mich – ja. Ich achte auf meine Worte, besonders bei Menschen, die mir wichtig sind. Ich will niemanden verletzen. Und wenn ich es doch mal tue, dann kläre ich das.
Ich versuche, empathisch zu sein. Ich achte auf das, was ich sage, weil Worte etwas auslösen können. Im Positiven, aber auch im negativen Sinn.
Nicht aus People-Pleasing. Sondern aus Empathie.
Und das ist kein Widerspruch zu Stärke, sondern das ist Stärke selbst, die dadurch entsteht. Es ist innere Klarheit.
Es gibt diesen schönen Spruch:
We rise by lifting others
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

Du darfst dich entscheiden. Ganz allein für dich.
Vielleicht hilft dir dieser Text, wenn du gerade wieder denkst, du müsstest besser, schneller, schöner oder erfolgreicher sein,nur weil dir jemand auf Social Media sagt, dass es „ganz leicht“ ist. Und du nur seinem Account folgen musst ;)
Vielleicht hilft dir dieser Text, wenn du gerade das Gefühl hast, im Außen zu verschwinden und dir die ganzen blöden Vergleiche den Atem nehmen.
Wenn du denkst, du müsstest mehr sein, besser sein, sichtbarer sein, erfolgreicher, schöner, dünner, jünger, whatever…
Du musst …. tadaaaa… gar nichts ❤️ Du darfst du sein.
Mit zu lautem Lachen, zu wilden Gedanken, aufgebürsteten Haaren, zu unaufgräumtem Wohnzimmer, zu hohen Wäschebergen, zu blöden Witzen und und und…
Mit bitte bitte ganz vielen echten Gedanken statt glattgebügelten Hashtags. Wir brauchen das so unendlich dringend!
Mit deinem Leben, das nicht in Followern gemessen wird.
Sondern in Momenten, in Blicken, die ganz viel Inhalt und Tiefe haben. denn es kann so befreiend sein, da auszusteigen.
Schreib mir so gerne, ob du das kennst. Freu mich auf deine Gedanken ❤️🫶
Eva

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