Qualität im Handwerk: Warum echtes Material wichtig ist

Qualität im Handwerk: Warum echtes Material wichtig ist

Was Qualität bei Arbeit und Wohnen für mich bedeutet und warum Modelliermasse, lufttrocknender Ton oder Feuchtton nicht dasselbe sind wie echter Ton. Über Materialgefühl, Ehrlichkeit im Verkauf und Handwerk mit Substanz.

Modelliermasse, Feuchtton & Co: Warum echter Ton einfach mehr kann 

Ich weiß, viele Begriffe klingen erstmal gleich: Modelliermasse, lufttrocknender Ton, Feuchtton, Bastelton… Aber wer einmal echten Ton in der Hand hatte – Ton, wie er seit Jahrtausenden verwendet wird – spürt sofort den Unterschied. Da geht’s jetzt nicht ums Besserwissen. Es geht ums Besserfühlen

Was heißt eigentlich „gute Qualität“ und warum lege ich so großen Wert darauf ?  

Denkt ihr oft über Qualität nach? 

„Ich lege Wert auf gute Qualität“… Klingt erstmal ziemlich… na ja, furchtbar  elitär. So nach: „Man gönnt sich ja sonst nichts“ oder „Nur das Beste vom Besten, bitte!“ Aber ehrlich: Darum geht’s mir überhaupt gar nicht

Qualität beginnt für mich nicht beim Preisschild. Sie beginnt beim Gefühl.  

Was sich gut anfühlt, das macht was mit uns 

  • Echter Ton statt Bastelmasse – was Qualität für mich wirklich bedeutet 

Wenn du mal bewusst darauf achtest, wie sich Dinge anfühlen, im Alltag, beim Wohnen, beim Anfassen, dann merkst du schnell den Unterschied. Holz fühlt sich anders an als Spanplatte mit Plastikfolie. Leinen anders als Polyester. Und weil es eben meine Arbeit ist: Ton anders als Modelliermasse oder lufttrocknender Ton.

Wenn du dich mit echten, natürlichen Materialien umgibst, spürt das dein Körper. Deine Wahrnehmung. Deine Seele. 

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Ton, Stein, Holz, Stahl, Beton, Glas und Leinen. Wohnen, Natur und Erdung: warum Echtheit einen Unterschied macht

Dieses Gefühl von Qualität hört deshalb für mich nicht beim Material in der Hand auf. Es setzt sich fort in dem, womit wir wohnen, wie wir unsere Räume gestalten und womit wir uns täglich umgeben.

Es ist ein Unterschied, ob man an wild gewachsenen Blumen riecht oder an Rosen, die im Gewächshaus für den Verkauf hochgezüchtet wurden. Beides kann schön aussehen. Aber nur eines fühlt sich lebendig an. Und genau dieses Lebendige, Unperfekte, Erdige macht etwas mit uns.

Mit unserem Körper.
Mit unserem Nervensystem.
Mit unserer inneren Ruhe.

Deshalb gehören für mich Wohnen, Material, Handwerk und Erdung untrennbar zusammen. Ton, Stein, Holz, Stahl, Beton, Glas und Leinen.

Die Kombination verschiedener natürlicher Haptiken und Oberflächen ist pure Erholung für uns. Es geht nicht um Stil oder Trends, sondern um Wahrnehmung. Um das, was man dann spürt, wenn man mal innehält und wirklich fühlt, womit man sich umgibt.

Im Blogbeitrag über den Garten hab ich ein bisschen ausführlicher drüber geschrieben.

Qualität muss nicht teuer sein, aber sie muss echt sein 

Ich rede nicht von Luxus. Man kann sich mit Echtem umgeben, ohne viel Geld auszugeben. Ein altes Möbelstück abschleifen. Holz ölen. Leinen gebraucht kaufen. Das geht.

Und es verändert auch etwas ganz Wichtiges, nämlich wie wir mit Dingen umgehen. Und wie sie sich für uns anfühlen.  

Für mich ist das keine „Designerattitüde“, sondern meine Einstellung zum Echten. Zum Wertigen. Zum Bleibenden. Und ganz, ganz wichtig: Zum Nachhaltigen.  

Ich arbeite mit echtem Ton, weil’s einfach einen Unterschied macht – Westerwälder Ton, das weiße Gold

Ich sage das nicht, weil ich mich abgrenzen will, sondern weil ich es so unendlich wichtig finde, dass man den Unterschied kennt und weiß, was man in der Hand hält.

Ton ist ein echtes und reines Naturmaterial. Ich verwende ihn, je nach Vorhaben, mal schamottiert oder unschamottiert.

Westerwälder Ton (liegt mir wohl im Blut) ist das weiße Gold des Westerwaldes 🖤 Ohne Zusatzstoffe. Ohne Weichmacher. Keine Bastelmasse. Keine Modelliermasse. Kein „Feuchtton“, kein „lufttrocknender Ton“, kein „Modellierton“. Klingt alles ähnlich, ist aber was ganz anderes. 

Mehr Infos zum weißen Gold des Westerwaldes? HIER geht’s lang.

Den Unterschied merkt man sehr. Echter Ton verändert sich nicht. Er wird nicht weich. Er vergilbt nicht. Er trägt Gewicht. Wärme. Erdung. Und das spürt man mit jeder Faser, wenn man so ein Stück in der Hand hält. 

Und : für mich eines der wichtigsten Argumente: Ton ist für die Ewigkeit. Man findet immer noch Tonamphoren von versunkenen, römischen Galeeren, die unversehrt sind und noch trinkbaren Wein enthalten. Wenn das kein schlagkräftiges Argument für Qualität ist, weiß ich auch nicht 😉  

Warum das für mich nicht nur mit Material, sondern so viel mit Ehrlichkeit zu tun hat.

Handgemacht heißt nicht gleich hochwertig: Was echtes Material ausmacht 

Was mich manchmal ein bisschen ärgert? Wenn Leute meine Ideen nachmachen und dann dafür nicht mal echtes Material benutzen. Wenn sie auf Masse setzen, statt auf Wert. Und wenn sie merken, es funktioniert nicht, benennen sie’s einfach um, benutzen das gleiche, unechte Material weiter, aber ändern nichts an der Substanz

Das ist schade. Weil es all dem, was echtes Handwerk ausmacht, nicht gerecht wird.

Qualität ist nichts Elitäres, sondern was Spürbares  

Gute Qualität heißt nicht: teuer. Es heißt: ehrlich. dauerhaft. sinnlich. echt. Und ich glaube, wir alle merken instinktiv, ob etwas nur gut aussieht  oder ob es sich auch gut anfühlt

Ich will nichts herstellen, das aussieht wie echt. Ich will etwas machen, das es wirklich ist. Weil mein Herz dran hängt. Und weil ich euch etwas in die Hand geben möchte, von dem ich weiß, dass es bleibt und eure Erinnerungen trägt.

Eva 🖤

Das Gefühl entscheidet. Immer. 

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Eva

Hallo, ich bin Eva – Kopf, Herz und Hände hinter eva & fee.


Ursprünglich war der Blog als kleines Extra gedacht – als Begleiter zu meinem Shop, eigentlich nur als Blick hinter die Kulissen meiner Arbeit. Ein Ort für Geschichten aus dem Studio, Einblicke ins Töpferhandwerk, Tipps zur Dekoration mit handgemachter Keramik und kleine Styling-Ideen für Hochzeiten, Feste und Herzensmomente.

Aber wie das so ist mit Herzensdingen: Sie wachsen, wenn man sie lässt.

Mittlerweile ist on an appletree mehr als nur ein Werkstatt-Tagebuch. Hier gibt es Gedanken über den Alltag als small business owner, Erlebnisse mit Kund*innen, kleine Zwischenrufe aus der Kategorie Zwischentöne – für alles, was sich zwischen den Zeilen abspielt: zwischen Beruf und Berufung, zwischen Kreativität und Kapitalismus, zwischen Überforderung und Euphorie.

Ich habe den Blog einmal komplett auf Null gesetzt – damit er mehr Raum bekommt. Mehr Übersicht. Mehr Möglichkeiten, auch für euch, euch durchzuklicken, zu stöbern und zu entdecken und mehr Möglichkeiten, dass wir in Kontakt bleiben können.

Ob ihr hier seid, weil ihr euch für Kommunikation interessiert, für Alltagsthemen wie Empathie und Miteinander, für ehrliche Worte oder einfach fürs Leben zwischen Ton, Text und Tüll: Schön, dass ihr da seid.

Fühlt euch willkommen🖤 beim Lesen, Nachdenken, Lächeln, Mitfühlen, vielleicht auch manchmal Kopfschütteln. Ich freu mich auf eure Gedanken.

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